Archiv der Kategorie: Allgemeines

„Um Gottes Willen“ Theaterprojekt mit Jugendlichen und Geflüchteten

Krieg und Frieden in der Welt – was haben Religionen damit zu tun?

Wir haben aktuelle Fragen zum Weltgeschehen  diskutiert, besprochen und viele Fragen gestellt.

„Um Gottes Willen“ eine Theaterszenencollage zum Thema Gewalt und Religion. Ein gemeinsames Projekt mit Geflüchteten aus dem Übergangsheim und Jugendlichen aus Neuruppin.

Premiere am 20.12.14 um 15 Uhr in der Jugendkunstschule Neuruppin

PresseTheater:  Märkische Allgemeine Zeitung und Ruppiner Anzeiger

„Wie gut dass es Dich gibt“ Theaterstück für Senioren

Im Oktober/November haben angehende Sozialassistenten  in ihrem Lernfach 4 (kreative Prozesse begleiten und unterstützen) eine Szenencollage entwickelt, die unterschiedliche Lebenssituationen und Lebenswirklichkeiten von Früher und Heute zeigen. Diesmal waren unsere Zuschauer Senioren die im „Goldenes Herz“ leben. Die alten Menschen waren sehr berührt von unserer Aufführung (am 20.11.14 ) und haben sich an ihr eigenes Leben erinnert gefühlt. Der Leiter war so begeistert, dass er uns vorschlug, „Wie gut, dass es Dich gibt“ auch weiterhin vielen Senioren vorzuspielen. So ein tolles Theatertück mit wunderbaren .- auch selbstgestalteten ! Requisiten (unter der Leitung meines Kollegen M.Samuel) und das große Engagement, da  wäre es doch zu schade,  es nur einmal auf die Bühne zu bringen… Das Stück wirkte wie eine Eintrittskarte: Unsere Auszubildenden können jetzt jederzeit ihr Praktikum dort anfangen. Eine solche Möglichkeit, Vernetzung und Zusammenarbeit hat sich die Medizinische Akademie/Sozialassistenz gewünscht.

kurze Inhaltsangabe:

Eine Enkelin besucht mit ihrer Freundin die Großmutter (die das  in die Jahre gekommene , echte Rotkäppchen ist) in ihrem Altersheim. Die jungen Leute befragen die alte Dame nach ihrem Leben,  und Sie erzählt von der Begegnung mit der Liebe, ihren Reisen mit der Familie und wie man ohne die ganze Technik auskam,  Lebensthemen wie Schule, Arbeit, Freizeit werden ausgetauscht, Vergleiche werden angestellt bzw. dargestellt.  Immer wieder treten neue Spieler auf, (insgesamt  waren es 24 Akteure), die das Ganze  mit viel Spielfreude und  witzigen Ideen umsetzten. Dazwischen wurden gemeinsam Lieder gesungen, in dee die Senioren textsicher und voller Freude einstimmten.

„Schmetterling trifft Tiger“ Theaterspiel in der onkologischen Kinderklinik

Die Auszubildenden aus dem Bereich Sozialassistenz haben dieses Jahr im April ein dafür eigens entwickeltes Theaterstück für krebserkrankte Kinder und ihre Eltern im Virchow Krankenhaus aufgeführt. Hier ein paar Eindrücke der Darsteller und Darstellerinnen:

„Eine fantasievolle, ebenso lustige, farbenfrohe Geschichte hat die Kinder und ihre Eltern für einen Moment in eine bunte Welt geführt. Die Kinder haben ihre Freude deutlich gezeigt, in dem sie laut gelacht haben. Dazu waren die Gefühle, Emotionen, Freude , sowie Spaß vom Publikum deutlich zu spüren. Der Dank der Eltern war zu sehen. Man konnte die Tränen in den Augen der Eltern sehen. Die Station war begeistert.“

„Es war für mich eine neue Erfahrung, es war anstrengend, aber hat Spaß gemacht.“

„Ich habe so einiges mitgenommen z.B. dass die Kinder trotz allem was sie dort erleben, Freude haben und dass wir das Leben schätzen sollen.“

„Am Anfang war ich sehr skeptisch und aufgeregt. Ich wusste nicht, wie ich vor den kranken Kindern auftreten soll. Ich hatte Angst, dass ich mich nicht zusammenreissen kann, wenn es mir emotional nicht gut geht oder ich traurig werde, weil die Kinder Schmerzen haben. Aber bei den Proben wurde mir immer mehr bewusst, warum wir das machen und für wen. Andererseits hatte ich keine Erfahrung mit der Schauspielerei. Deshalb habe ich erst einmal eine kleinere Rolle gewählt. Nach dem Theaterstück habe ich die Freude der Kinder gesehen und bin glücklich geworden. Ich habe mich gut gefühlt – etwas Gutes für die Menschen zu tun gibt einem noch mehr Mut seine Grenze zu überschreiten. Für mein Berufsleben und Alltag habe ich die Erfahrung gemacht, dass ich weniger Vorurteile haben sollte und mich nicht sofort abschrecken lasse.“

„Es war eine schöne Erfahrung, die ich nicht mehr vergessen werde. Das allerbeste was ich gesehen habe war, dass sich die Eltern und Kinder sehr gefreut haben. Ich habe daraus gelernt, dass es im Leben sehr wichtig ist sich zu überwinden. Das meine ich sehr ernst, denn nur so lernt man im Leben weiter. man sieht Menschen, die es im Leben schwerer haben  als man selbst – sieht aber wie stark sie sind und kämpfen. Klar, war es auch für mich sehr emotional, aber ich bin seit dem Krankenhausbesuch stärker geworden. Ich habe das Leben mit anderen Augen gesehen. Das man kämpfen soll, nicht nur Angst zeigen und vor allem sollte man sich etwas trauen zu machen – versuche seine Schwäche in Stärke zu verwandeln.“

Presseschau

TAUSCHE DASEIN – SUCHE LEBEN
Was die Presse darüber schreibt:

Auszug Ruppiner Anzeiger, 19.1.07 von Anne Dielitzsch:

„Emotionen im WK III

Alltag bietet Stoff fürs Theater

Beziehungsprobleme; Arbeitslosigkeit, Isolation, häusliche Gewalt – all das gehört für viele Bewohner des WK III in Neuruppin zum traurigen Alltag. Dennoch haben die meisten jungen Frauen aus dem Neubaugebiet Träume. Träume von der glücklichen Ehe, Träume von finanzieller Unabhängigkeit und Träume von einer Arbeit, die sie ausfüllt.

Nicole Kleine schrieb, inspiriert von den Frauen, ein Drehbuch, das sämtliche Gefühlregungen weckt. Es sprüht vor Leichtigkeit, Lebensfreude und Optimismus und ist dabei erschreckend ehrlich. Denn zu den schönen Seiten des Lebens gehören auch Traurigkeit, Angst und Verletzbarkeit. Doch auch wenn das Stück pessimistische Elemente enthält, ist es grundsätzlich optimistisch und soll all jenen Menschen Mut machen, die mit ihrem Schicksal hadern. Ein schlichtes Unterhaltungsstück soll „Tausche Dasein – Suche Leben“ nicht sein. Es setzt sich aus den Erfahrungen vieler Frauen zusammen und soll zum Nachdenken anregen, Lösungen aufzeigen und das Leben in allen Facetten darstellen. Das gilt nicht nur für die Zuschauer, auch die Darsteller selbst setzen sich mit ihrem Alltag auseinander und spüren, dass es da noch andere gibt, denen es ähnlich geht. Das Stück ist gut für das Selbstbewusstsein der Frauen. Sie erkennen und erweitern ihre Kompetenzen und arbeiten gemeinsam ihr Leben auf…“

 

Wochenblatt 7.2.07

„Die Sorgen von der Seele spielen

Ungewöhnliches Theaterprojekt zur Frauenwoche

Was sich die Neuruppiner Frauen:…vorgenommen haben verdient Hochachtung. Auf der Suche nach Inhalten für das Stück wurden Lebensumstände, Wünsche, Sorgen und Träume …diskutiert und Ideen für einzelne Theaterszenen zusammengetragen. Da geht es um Träume von einem besseren Leben, um die kalte Realität beim Arbeitsamt, um die Sorgen des Alltags, um die Angst vor Gewalt und um den Wunsch nach Liebe….“

auf der Bühne

Märkische Allgemeine 8.2.07:

„Die Parabel dreht sich ums unendliche „Ich soll, ich muss, ich kann…. nicht mehr“…

Wenn Nicole Kleine Rollen wie Anoraks anprobiert und wieder fallen lässt, staunen sie sieben Augenpaare an….

Ein bisschen skeptisch war anfangs jede“, sagt Ivonne Scheuer. Längst kann sie sich nicht mehr vorstellen, wie der Mittwoch ohne Theater wäre. „Hier fällt keine Probe aus“ sagt Annette Krüger. Und weil nach der Probe vor der Probe ist, treffen sich die Mimen auch zu Hause. „Das fällt nicht immer leicht, die Welt ist voller Wäscheaufhängen. Man muss genau gucken, wo ein bisschen Zeit bleibt. Manchmal schlaf´ ich über dem Text ein“. Gelernt haben die Frauen mehr als das, was sie im März auf die Bühne bringen. „Die Menschen sollen sich trauen, auf sich selbst zu schauen“ „Es tut gut sich an seine Träume zu erinnern“. Im Theaterprojekt helfen sich die Frauen untereinander……“

 

Ruppiner Anzeiger 12.3.07:

„..Aus dem Plan, “vielleicht etwas für die Kinder oder mit den Kindern“ zu machen, ist unter Einfluss der frei arbeitenden Schauspielerin Nicole Kleine ein Theaterstück mit Tiefgang geworden. „Ich wollte die Frauen selbst, ihre Hintergründe und Geschichten darstellen“, erzählte Kleine….“Es ging mir um echte Begegnungen“, bezeichnete Kleine ihr Ziel der Arbeit. Diese darzustellen – ob nun die Begegnungen der Frauen mit dem Publikum oder der Frauen untereinander – ist ihr gelungen. Es gab wohl niemanden unter den Zuschauern, der nicht berührt aus dem Saal ging. Und so manch eine Träne kullerte dann die Wangen runter, als es hieß „Tausche Dasein – Suche Leben!“